SEIT WANN GIBT ES AKUPUNKTUR?
Die erste schriftliche Erwähnung der Akupunktur datiert vom 2.Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung in China. In Europa wird diese Behandlungsmethode, das Stechen mit Nadeln zu therapeutischen Zwecken, erstmals 1657 genannt. Die chinesische Medizin beschreibt seit einigen tausend Jahren den Menschen als Teil eines kosmischen, energetischen Wirkgefüges. Der Mensch ist als Abbild natürlicher Harmonie aufgespannt zwischen "Himmel und Erde". zwischen den Polen YIN und YANG.
 
WIE WIRKT AKUPUNKTUR?
Nach naturwissenschaftlichen Erkenntnissen wirkt die Akupunkturbehandlung allgemein vegetativ stabilisierend. Sie hat antiinflammatorische (entzündungshemmende) Effekte, beeinflusst die Motorik und wirkt auch psychisch sedierend und vitalisierend. 80 Prozent aller Akupunkturpunkte liegen im Bereich der großen Körperfaszie. Durch diese Löcher zieht regelmäßig eine Trias von Arterien, Venen und Nerven. Eine Reizung dieser Bereiche kann über den Grenzstrang des Sympathikus oder über Nerven, die die Faszienlöcher durchziehen, eine direkte Antwort im zentralen Nervensystem (ZNS) auslösen. Als Reizantwort werden Endorphine (Enkephalin, Enzephalin, Dynorphin) im Gehirn ausgeschüttet. An der Akupunkturstelle kommt es im Gewebe zur Freisetzung von Histamin, Bradykini, Prostaglandin E 2 und der Substanz P, was an einer Rötung der Haut um die Einstichstelle herum erkennbar ist.
 
Anwendung bei:
  • Erkrankungen des Stütz- und Bewegungssystems
  • Neurologische Erkrankungen
  • Psychische und psychosomatische Störungen, sowie Suchterkrankungen
  • Bronchopulmonale Erkrankungen
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Gastrointesinale Erkrankungen
  • Urologische Erkrankungen
  • Gynäkologische Erkrankungen
  • Hals-Nasen-Ohren-Erkrankungen
  • Augenerkrankungen
  • Hauterkrankungen